Erinnerung an den 20. Juli 1944

Allgemein


Claus Schenk Graf von Stauffenberg Bild-Quelle: www.gdw-berlin.de

Erinnerung als Mahnung vor dem Vergessen

Wir gedenken heute der 65. Wiederkehr des 20. Juli 1944 - des Tages, an dem sich der Widerstand gegen Adolf Hitler ein letztes Mal sichtbar erhob, um Deutschland von der nationalsozialistischen Diktatur zu befreien. Der 20. Juli 1944 war Aufstand und Aufschrei zugleich. Er gab dem Widerstand vieler Deutscher, die sich von diesem Regime abgestoßen fühlten, selbst aber zum Handeln zu schwach waren oder nicht über die notwendigen Mitte verfügten, Stimme und Gesicht.

Als sich 1943 wiederholt Attentatspläne zerschlagen und schließlich im Sommer 1944 enge Mitverschwörer wie Adolf Reichwein (SPD) und Julius Leber (SPD) verhaftet werden, entschließt sich Stauffenberg Anfang Juli 1944, trotz seiner schweren Verwundung und seiner Schlüsselrolle in Berlin, selbst den Anschlag auf Hitler zu wagen. Am 20. Juli 1944 gelingt es ihm, eine Bombe in das scharf bewachte Führerhauptquartier "Wolfschanze" nahe dem ostpreußischen Rastenburg einzuschleusen und in der Lagebesprechung explodieren zu lassen. Nach Berlin zurückgekehrt, kann Stauffenberg der Nachricht vom Überleben Hitlers zunächst keinen Glauben schenken. Gemeinsam mit seinem Freund Albrecht Ritter Mertz von Quirnheim versucht er fieberhaft, hohe Offiziere für den Umsturz zu gewinnen. In den späten Abendstunden muss er das Scheitern des Anschlags erkennen. Noch in derselben Nacht werden Stauffenberg, sein Adjutant von Haeften, Mertz von Quirnheim und Olbricht als die Hauptverantwortlichen des Attentats im Hof des Bendlerblocks, der Berliner Zentrale des Umsturzversuches, standrechtlich erschossen. Ludwig Beck wird zum Selbstmord gezwungen. Henning von Tresckow nimmt sich wenig später an der Ostfront das Leben. Julius Leber wurde im Januar 1945 in Berlin Plötzensee hingerichtet, weil er, der Offizier im Ersten Weltkrieg und sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete, zusammen mit den Angehörigen des Kreisauer Kreises Ideen zur Zukunft Deutschlands nach dem Ende der Nazi-Diktatur entwickelte. Auf dem Weg zu einem erneuten Treffen mit den Kommunisten am 4. Juli 1944 wurde Adolf Reichwein von der Gestapo verhaftet und nach einem Prozess unter Roland Freisler vor dem Volksgerichtshof am 20. Oktober 1944 hingerichtet. Wir sind voller Dankbarkeit für den Mut und die Opferbereitschaft derer, die dem Widerstand eine Stimme und Deutschland eine Zukunft gegeben haben. Hier ein paar interessante Links zu diesem Thema:
 

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